Neue Epson-Modelle mit Nachfülltinte

Tinte für Drucker

Bei seinen letzten beiden Druckermodellen ging der japanische Hersteller Epson neue Wege in der Tintenerneuerung. Die Modelle Ecotank L355 und Ecotank L555 besitzen ein Fach mit fest verbauten Tintenbehältern, die über eine Nachfüllflasche einfach wieder aufgefüllt werden.

 

Sehr niedriger Druckpreis

Im Gegensatz zu den vorherigen Epson-Tintenstrahldruckern befindet sich im Ecotank L355 und L555 ein externer Tintentank, der seitlich am Drucker befestigt ist. Nachgefüllt wird mit Hilfe von 70 ml Flaschen, die jeweils rund 10 € kosten. Epson setzt für die neuen Modelle preisgünstige Dye-Druckertinte ein. Damit können Sie rund 6.500 Farbausdrucke und ca. 4.000 Schwarz-Drucke erzeugen. Umgerechnet auf ein Dokument kostet ein farbiger Ausdruck damit nur rund 0,5 Cent.

Die Druckleistung der Ecotanks

Auch wenn der L555 und der L355 Vorteile beim Seitenpreis bringen, schwächeln sie jedoch bei der Druckleistung. Maximal können 4,5 farbige Seiten und 9 Schwarz-Weiß-Seiten pro Minute gedruckt werden. Damit liegen die Tintenstrahldrucker deutlich hinter vergleichbaren Modellen ohne Nachfülltanks. Da auch der Preis der Drucker – der Ecotank L355 kostet rund 250 Euro und der L555 rund 350 Euro – ebenfalls über den vergleichbaren Modellen liegt, sollte man sich vorher gut überlegen, ob sich die Investition lohnt.

Technische Details

Das günstigere Modell, der L355, basiert auf dem Epson Expression Home XP-205 und ist genau wie dieses ein Multifunktionsdrucker. Das Vorbild für den L555 ist der Epson Workforce WF2530WF. Genau wie dieser verfügt das teurere Eco-Gerät über eine Faxfunktion sowie einen automatischen Dokumenteneinzug.

Beide Ecotank-Tintenstrahldrucker besitzen WLAN und einen USB-Anschluss. Nachteilig sind vor allem die fehlende Papierkassette und das fehlende Display. Außerdem kann keiner der beiden Drucker randlos drucken.

Fazit zum Epson Ecotank L355 und L555

Pluspunkte bieten die beiden neuen Epson-Modelle vor allem bei den Druckkosten. Aber genau hier gibt es auch schon das erste Manko: Die günstige Dye-Tinte bringt bei Textdrucken nicht immer die gewünschte Schärfe, außerdem verschmiert sie leichter als Durabrite-Pigmenttinte.

Für Privatanwender, die nur ab und zu drucken, dürfte der Drucker eher nicht infrage kommen. Pro Blatt sind die Kosten zwar deutlich geringer, demgegenüber stehen aber die vergleichsweise hohen Gerätekosten. Für die geschäftliche Nutzung könnte hingegen die geringe Druckgeschwindigkeit ein Nachteil sein.